Agiler Coach Ausbildung & Aufgaben

Auf dieser Seite haben wir komprimierte Informationen zu Rolle und Berufsbild des Agilen Coaches zusammengestellt. Sie erfahren, was die Aufgaben des agilen Coaches sind und wo die Unterschiede zum Scrum Master oder Release Train Engineer liegen. Weiter erfahren Sie, wo Sie anerkannte Ausbildungen und Zertifizierungen finden und sich weiter informieren können.

Wir sind Experten für agile Teamentwicklung in Hamburg

Unse­re Agi­le Coach & Orga­­ni­­sa­­ti­on­s­­ge­stal­­ter-Aus­­­bil­­dung rich­tet sich an Men­schen, die als Berater/Trainer/Coaches bereits Erfah­run­gen in der Arbeit mit Grup­pen und der Bera­tung mit­brin­gen. Es ist für alle, die von ihrer aktu­el­len Tätig­keit einen pro­fes­sio­nel­len Link zur agi­len Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung her­stel­len möchten.

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Was ist ein agiler Coach?

Rol­le oder Berufs­bild? Die meis­ten Orga­ni­sa­tio­nen sind sich dar­über nicht einig. Initia­ti­ven wie die DACH-30 bemü­hen sich um eine Pro­fes­sio­na­li­sie­rung und Min­dest­stan­dards. Denn in Stel­len­an­zei­gen wird die Rol­le “agi­le Coach” oft syn­onym zum Scrum Mas­ter gehan­delt. Man­che sehen auch einen Scrum Mas­ter Plus im agi­le Coach. Dann ist die­ser Anlauf­stel­le und Rat­ge­ber für schwie­ri­ge Fra­gen und Impe­di­ments, die der Scrum Mas­ter nicht lösen kann. Jedoch wird die­se Inter­pre­ta­ti­on weder dem Scrum Mas­ter noch der Rol­le agi­les Coa­ching nicht gerecht.

Des­halb noch mal kurz zurück: Was ist ein Scrum Mas­ter? Wir sehen den Scrum Mas­ter als eine Mischung aus Tea­ment­wick­ler und Faci­li­ta­tor des Teams. Er hat orga­ni­sa­to­ri­sche und ent­wick­lungs­be­zo­ge­ne Auf­ga­ben, defi­niert durch den Scrum Guide.

Noch Agile Rolle oder schon Berufsbild?

Die Rol­le des agi­len Coa­ches ist dage­gen nir­gend­wo defi­niert. Sie tauch­te um 2015 erst­mals in Umfra­gen auf, bei denen erho­ben wur­de, was agi­le Trans­for­ma­tio­nen erfolg­reich mache. Immer wie­der wur­de “Agi­le Coa­ching” genannt. Gemeint war, dass es Beglei­tung durch Per­so­nen gab, die sich mit den Her­aus­for­de­run­gen der Trans­for­ma­ti­on durch die Ein­füh­rung agi­ler Metho­den aus­kann­ten. Das hat gehol­fen, Wei­chen pas­send zu stel­len. Die­se Her­lei­tung sagt mehr über die wah­ren Auf­ga­ben des agi­len Coa­ches als man­che Stellenanzeige.

Agile Coach und agile Transformation gehören zusammen

Aber ist es agi­le Coa­ching nun ein Berufs­bild? Wir mei­nen, nein. Ein Berufs­bild hat einen kla­rer Zugangs- und Aus­bil­dungs­weg. Es ist spe­zi­fisch. Das ist beim agi­len Coa­ching auf abseh­ba­re Zeit nicht so, es bleibt unspe­zi­fisch. Unter ande­rem auch des­halb, weil Agi­le Coa­ching unter­schied­li­che Berufs­er­fah­rung mit wei­te­ren Kennt­nis­sen und vor allem Pra­xis­er­fah­rung ver­hin­det. Ähn­li­ches gilt auch für den (Busi­ness) Coach — auch hier han­delt es sich nicht um ein Berufs­bild. Viel­mehr ist die Wir­kung defi­niert: Hil­fe zur Selbsthilfe.

Aufgaben des agilen Coaches

In unse­rer Rol­len­ma­trix liegt der Schwer­punkt des agi­len Coa­ches in der 1:1 Bera­tung, vor allem auch des Manage­ments und der­je­ni­gen, die mit der Trans­for­ma­ti­on betraut sind.

Mögliche Aufgaben ergeben sich entlang von Fragen, die sich dem agile Coach stellen:

  • Wie pas­sen die orga­ni­sa­tio­na­len Struk­tu­ren und Agi­li­tät zusammen?
  • Wel­che Hin­der­nis­se gibt es auf der Organisationsebene?
  • Was muss das Manage­ment im Umgang berücksichtigen?
  • Wel­che Struk­tu­ren ermög­li­chen Agilität?

Es ist wich­tig, Fra­gen zu stel­len, aber auch Ant­wor­ten zu geben — das ist an vie­len Stel­len auch und eher Bera­tung. Mit­un­ter ist es auch Trai­ning, dann ist der agi­le Coach ein “Leh­rer” für Agilität.

Der agi­le Coach muss auf eige­ne Erfah­rung in ande­ren Kon­tex­ten zurück­grei­fen, was dafür spricht, die­se Rol­le zumin­dest teil­wei­se mit Exter­nen zu beset­zen.  Die Flug­hö­he des Agi­le Coa­ches ist die Orga­ni­sa­ti­on oder der jewei­li­ge Bereich, nicht das Team.

Der agi­le Coach ersetzt also weder die Scrum Mas­ter noch die Release Train Engi­neers (RTEs) im SAFe, die anders als der Scrum Mas­ter nicht auf Tea­mebe­ne wir­ken, son­dern  tea­m­über­grei­fend auf Impe­di­ments bli­cken. Der agi­le Coach nimmt eine eigen­stän­di­ge Rol­le ein, die eng mit der Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung ver­zahnt ist. Er ver­steht die Orga­ni­sa­ti­on ins­ge­samt und kann dies mit den Her­aus­for­de­run­gen matchen, die durch Agi­li­tät ent­ste­hen, etwa eine stär­ke­re Dezentralisierung.

Herausforderungen agile Coaching

Eini­ge Unter­neh­men split­ten die agi­len Rol­len wei­ter auf. Sie mer­ken, dass es unter­schied­li­che Pha­sen des agi­len Ler­nens gibt. So steht am Anfang das Ler­nen und Ver­ste­hen im Vor­der­grund. In die­ser Pha­se sind vie­le Agi­le Coa­ches eher Trai­ner — Leh­rer für Agi­li­tät. Spä­ter wird die Ver­zah­nung mit der Füh­rungs­ebe­ne immer wich­ti­ger. Dann ist dies der ent­schei­den­de Erfolgs­punkt. Das Manage­ment muss nun ver­ste­hen, was Agi­li­tät bedeu­tet. Es muss wis­sen, wie es den Teams die nöti­gen Ent­schei­dungs­spiel­räu­me ver­schafft. Hier braucht es mehr und mehr Bera­ter­qua­li­tä­ten. Nötig ist auch eine direk­te Anbin­dung ans Manage­ment. In die­ser Posi­ti­on kann der agi­le Coach Coa­ching­be­darf sei­tens des Manage­ments erken­nen und dekla­rie­ren. Er wird die­se Auf­ga­be aber nicht selbst erle­di­gen kön­nen und wollen.

Profil eines Agilen Coachs

Agi­le Coa­ches brau­chen im Schwer­punkt Pra­xis­er­fah­rung mit agi­ler Trans­for­ma­ti­on und Bera­ter­kom­pe­tenz. Dazu gehört eine sys­te­mi­sche, orga­ni­sa­ti­ons­spe­zi­fi­sche und agi­le Aus­bil­dung. Coa­ching­aus­bil­dun­gen sind eben­so hilf­reich wie Chan­­ge- und Tran­s­­for­­ma­­ti­on-Know-how. Die Kennt­nis im Umgang mit kom­ple­xen Grup­pen­dy­na­mi­ken ist eben­so wich­tig. Mode­ra­ti­on gilt als immer hilf­rei­che Fähig­keit. Die Arbeit auf der Tea­mebe­ne bleibt jedoch beim Scrum Mas­ter. Den­noch wird auch ein agi­le Coach immer wie­der Work­shops lei­ten und pro­fi­tiert in die­ser Hin­sicht Kennt­nis­se in der Mode­ra­ti­on von Grup­pen. Denk­bar ist auch, dass dies durch eine ande­re Rol­le abge­deckt wird. Grund­sätz­lich gilt: Je grö­ßer die Orga­ni­sa­ti­on, des­to mehr unter­schied­li­che Schwer­punk­te in den Rol­len kann es geben. Je klei­ner — des­to viel­sei­ti­ger sind die Auf­ga­ben, aber auch die “Rol­len in der Rolle”.

Ausbildung Agiler Coach

Wir unter­schei­den drei ver­schie­de­ne Ebenen:

  • Kennt­nis­se auf der Ebe­ne Ich und Mensch (Psy­cho­lo­gie, Sys­te­misch, Coa­ching, Gesprächsführung)
  • Kennt­nis­se auf der Ebe­ne Team und Grup­pe (Grup­­pen- und Teamdynamiken)
  • Kennt­nis­se auf der Ebe­ne Orga­ni­sa­ti­on und Trans­for­ma­ti­on (Sys­te­misch)

Dabei gibt es zwei Kenntnisarten:

  • Skill­set Agil: Kennt­nis­se in agi­len Metho­den und Vorgehensweisen
  • Skill­set Coa­ching & Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung: Kennt­nis­se in in Coaching‑, Mode­ra­­ti­ons- und Beratungsmethoden

Je mehr der agi­le Coach Rich­tung Orga­ni­sa­ti­on vor­dringt, des­to höher die Kom­ple­xi­tät und der Anspruch an ein umfas­sen­des Set an Skills und Erfah­run­gen. Ide­al sind auch modu­lar auf­ein­an­der auf­bau­en­de Aus­bil­dun­gen, die den Schwer­punkt da set­zen, wo sie für das jewei­li­ge Pro­fil sinn­voll sind. So ist da, wo agi­le Kennt­nis­se bereits vor­han­den sind, das Skills­set Coa­ching & Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung sinn­voll — und umgekehrt.

Die Scrum Alli­an­ce unter­schei­det seit eini­ger Zeit zwi­schen  Team­coach und Orga­ni­sa­ti­ons (Enter­pri­se) Coach. Bei­des fließt in ihrem “Cer­ti­fied Agi­le Coach” zusam­men. Aus die­ser Auf­tei­lung sind die jewei­li­gen inhalt­li­chen Schwer­punk­te gut zu erken­nen. Aus unse­rer Sicht sind für alle Tätig­kei­ten grup­pen­dy­na­mi­sche, sys­te­mi­sche und psy­cho­lo­gi­sche Kennt­nis­se nötig wie wir sie in unse­ren Aus­bil­dun­gen ver­mit­teln. Auch wir bei Team­works unter­schei­den eine mehr team­ori­en­tier­te Rich­tung des agi­le Coa­ching und eine mehr organisationsbezogene.

Tipps für künftige agile Coaches

Wir wol­len Ihnen eini­ge Fra­gen stel­len, aus denen Sie Tipps ablei­ten können:

  • Auf wel­cher Flug­hö­he braucht Ihre Orga­ni­sa­ti­on agi­les Coa­ching? (Team, Team of Teams, Port­fo­li­o­ebe­ne, Organisation)
  • Wel­che Kom­pe­ten­zen eines agi­len Coa­ching braucht Ihre Orga­ni­sa­ti­on der­zeit am meisten?
  • Wie klar sind die agi­len Rol­len abgegrenzt?
  • Wel­ches Ver­ständ­nis herrscht im Manage­ment von agi­lem Coaching?
  • Wor­an wür­de man den Erfolg agi­len Coa­ches erkennen?

Links für weitere Info zu agilem Coaching

Hier fas­sen wir eini­ge nütz­li­che und emp­feh­lens­wer­te Links zusammen

Wir sind Experten für eine erstklassige Ausbildung in agilem Coaching und Teamentwicklung

Sie suchen eine erst­klas­si­ge Aus­bil­dung in agi­ler Team- und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung, die agi­le und klas­si­sche Ele­men­te zu einem ganz beson­de­ren Stil ver­bin­den? Unse­re Aus­bil­dun­gen sind sys­­te­­misch-inte­­gra­­tiv, anspruchs­voll, fun­diert und zer­ti­fi­ziert durch einen Lehrstuhl.

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Teamworks Geschäftsführung

Svenja Hofert und Thorsten Visbal

Sven­ja Hofert und Thors­ten Vis­bal sind ein co-kre­a­­ti­­ves Geschäfts­füh­rungs­teams, die sich die Bäl­le zuspie­len. Bei­de sind so unter­schied­lich, dass sie sich eigent­lich nie blind ver­ste­hen – obwohl sie sich seit fast 20 Jah­ren ken­nen. Aus dem Rin­gen um gute Lösun­gen ent­ste­hen unse­re Team­­­works-Kon­­ze­p­­te und ‑Tools. Vie­le sagen, dass sei unvergleichlich.

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Wir arbei­ten nur mit Men­schen, die unse­re Aus­bil­dun­gen durch­lau­fen haben. Sie sind unter­schied­lich und indi­vi­du­ell, aber ver­bun­den in ähn­li­chen Wert­vor­stel­lun­gen. Denn wir brau­chen ein gemein­sa­mes Mind­set, um für unse­re Kund*innen wie­der­erkenn­bar zu sein.

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Kei­ne ist so wie die­se: Wir ver­bin­den den Blick auf das Indi­vi­du­um mit dem Team und der Orga­ni­sa­ti­on. Wir arbei­ten zu zweit und inten­siv mit den Men­schen an deren The­men. Wir bie­ten eine theo­re­tisch fun­dier­te Pra­xis. Wir den­ken sys­te­misch und han­deln inte­gra­tiv. Wir sind hybrid und agil. Wir haben eige­ne Tools und Lizen­zen. Und: Als einer der weni­gen Wei­ter­bil­dungs­an­bie­ter haben wir ein umfang­rei­ches und gepfleg­tes Curriculum.

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