8 Paradigmen für Agiles Führen

Prinzipien und Denkrahmen für ein neues Konzept

Was sind Leitlinien für agiles Führen? Welchen Werten folgen wir und welche Handlungsthesen ergeben sich daraus. Um diese zu entwickeln müssen wir die Grundannahmen bewusst machen, die dem Konzept zugrunde liegen. Dies tun wir in folgendem Beitrag. Außerdem veröffentlichen wir unsere acht Paradigmen.

Paradigmen für agiles Führen verstehen wir als grundsätzliche Denkrahmen. Sie sind nach etwa drei Jahren Beschäftigung mit dem Thema in unterschiedlichen Kontexten und unzähligen „Interaktionen“ entstanden. Inzwischen sind sie soweit, dass Sie in vielen unterschiedlichen Unternehmen Diskussionsgrundlage sein können. Bevor wir mit den Paradigmen starten noch zu unseren Grundannahmen, auf denen diese bauen:
  • Agiles Führen ist ein Ansatz und Denkrahmen, kein Führungsstil. Es beschreibt alle Maßnahmen aus den vier Führungsrichtungen, die geeignet sind, Menschen zu unterstützen sich in komplexen Umfeldern effektiv und effektiv zu eine Ziel zu bewegen. Es ist deswegen mehr als nur laterale Führung. Sie kann aus allen 4 Führungsrichtungen (von unten, von oben, von der Seite, aus der Mitte) kommen.
  • Agiles Führen ist Menschenführung, aber auch Führung über Strukturen.
  • Agiles Führen fördert Selbstorganisation und Netzwerkstrukturen, weil wir überzeugt sind, dass diese komplexe Anforderungen am angemessensten bewältigen können.
  • Agiles Führen fordert ein Mindset, dass unterschiedliche Verhaltensweisen beinhaltet, auf Selbstentwicklung ausgerichtet ist und in allen Kategorien der Thesenbildung denken und handeln kann (am besten zu versinnbildlichen durch das Tetralemma: das eine, das andere, sowohl als auch, weder noch, das Neue).
Grundannahmen verstehen wir in Analogie zu Edgar Schein als unbewusst und vorbeimusst. Durch Bewusstmachung bekommt es handlungsleitenden und normativen Charakter. Grundannahmen sind änderbar, setzen aber die Bereitschaftzur Reflexion voraus.

Unsere acht agilen Führungsparadigmen

1.Den Rahmen gestalten und verändern mehr als konkret anweisen und zeigen.
2.Teamentscheidungen mehr als Alleingänge.
3.Stärkenorientierte Verantwortlichkeit mehr als Aufgabenbezogenheit.
4.Menschlichkeit und Diversität mehr als Sachlichkeit.
5.Ergebnisorientierte Zusammenarbeit über Einzelinteressen.
6.Ermöglichen von Selbstorganisation mehr als Helfen im Einzelfall.
7.Beobachtungsbezogenes Feedback statt Bewertung.
8.Gegenseitige Selbstverpflichtung mehr als Kontrolle.
Interesse an mehr Input? Morgen 15.7. um 16 Uhr 45 lädt Jutta Binias zum Webinar Agiler Führen – 5 Schritte ein.

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