Agiles Mindset und Coaching – Die Premiere

Workshop im Rahmen des agilen Kulturwandels

Was ist ein agiles Mindset? Darüber hat Svenja ein überaus erfolgreiches Buch geschrieben. Nun hat der erste Workshop „Agiles Mindset und Coaching“ in Hamburg stattgefunden, der Prototyp. Moderatorinnen waren Svenja Hofert und Carmen Reinhardt. Wie war es?

Fangen wir hinten an: Das Feedback war sehr gut. Die Teilnehmer waren so begeistert dabei, dass sie am 2. Tag nicht aufhören konnten. „Chapeau vor eurer Leistung, das ist Wahnsinn wie flexibel ihr das geschafft habt“, sagt eine Unternehmerin. „2 Moderatoren, 9 verschiedene Ansprüche – das hat nicht nur richtig gut funktioniert, das hat mir auch richtig gut gefallen.“  Oft ist auch von „Raum geben“ die Rede. „Euer Minimalrahmen ist manchmal ganz schön anstrengend“, sagt eine andere Teilnehmerin. „Aber ich verstehe jetzt, warum ihr das so macht“.

Raum für Menschen

Minimalrahmen trifft es gut. Wir sind keine der typischen Trainerinnen, die schöne Flipcharts malen und nach Detailplan arbeiten. Wir möchten nicht schulen, nicht lenken, nicht hinbiegen. Wir möchten Räume für Wachstum bieten und öffnen. Es gibt keine Rezepte… sondern nur Denk- und Handlungsrahmen. Ein agiles Mindset ist in unserer Perspektive kein Anwender von Scrum und Methoden, sondern ein Gestalter von Zusammenarbeit und Co-Kreation. Es findet seinen eigenen Weg, es ist keine Marionette, sondern bewegt einen Menschen mit eigener Psycho-Logik anderen Menschen Raum für Wachstum und neue Verbindungen – im Kopf und sozial – zu bieten.

Ich-Entwicklung

Durch alle drei Tage zieht sich das Modell der Ich-Entwicklung nach Loevinger und Kegan. Es verbindet sich mit anderen Ansätzen, hilft Ansatzpunkte zu finden, um Denkräume auf dem Modus entsprechende Art und Weise zu öffnen. Die Teilnehmer erleben eine Moderation aus dem flexiblen Modus. Sanfte Lenkung, Haltung und Ermutigung sind die Eckpunkte. Sie spüren dabei, dass die eigene Öffnung auch die Öffnung bei anderen bewirkt. So entsteht die Ahnung, dass das eigene Wachstum auch Voraussetzung für eine neue Wahrnehmung des eigenen Möglichkeitenraumes ist.

Minimalrahmen sind schwerer als Maximalvorgaben

Einige hundert Stunden Vorbereitung stecken im „Agilen Mindset“ und das Buch ist da nicht mitgezählt. So hat Svenja drei umfassende Fälle und ein Dilemma geschrieben, die den Stoff im Hintergrund bieten. Sie ist dafür in die Köpfe unterschiedlicher Menschen und Organisationslogiken getaucht. Da ist Henrik, der als CEO das Spotify-Modell einführen möchte. Franziska, die lösungsorientiert die Ärmel hochlkrempelt. Und Marius, der sich für „agil“ gar nicht interessiert, ihm ist die Kultur und Werschöpfung wichtiger. Alle drei zeigen, wie unglaublich unterschiedlich Agilität, agiles Führen und agiles Mindset verstanden werden können. So wird noch mal mehr bewusst, dass wir es mit einem abstrakten Begriff zu tun haben, der erst einmal konkretisiert und definiert werden muss. Auch typische Dilemmeta-Situationen besprechen wir: Wenn das jemand im Richtig-Modus nur die Methode sieht oder die Führung es versäumt, den nötigen Sinn zu vermitteln.

Der Workshop

„Agiles Mindset und Coaching“ ist ideal für alle, die im Coaching oder Training arbeiten und besser verstehen wollen, wie sie Denkräume öffnen. Wer eine Coachingausbildung hat, bekommt hier Ansätze jenseits der Standards. Wer keine Coachingausbildung hat, findet Denkstoff und Anregung zum Musterbrechen.  An 2019 führen wir das Konzept in Hamburg und Köln ein.

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