Studie: Dem Kommunikationsverhalten von Teams auf der Spur

Teamentwicklung zielt oft auf die Verbesserung des Kommunikationsverhaltens. So üben Teammitglieder aktives Zuhören oder Konflikte empathisch anzusprechen. Aber korreliert das überhaupt mit Leistung? Und wie kann man das Kommunikationsverhalten messen. Für die Studie „Kommunikation ist der Schlüssel“ arbeitete Alex „Sandy“ Pentland mit Sensoren, die das Kommunikationsverhalten erfassten.

Immer mehr Forscher arbeiten mit Daten, um dem Schlüssel für Teamerfolg auf die Spur zu kommen. Schon 2012 erfasste das Forscherteam um Pentland das Kommunikationsverhalten mit Sensoren. Sie fanden dabei verschiedene Kommunikationslinien heraus und konnten zeigen, wie manche Teammitglieder von der Kommunikation abgeschnitten war oder diese sich in Cliquen verlagerten.

Deutlich wurde, dass Erfolg an Kommunikation gebunden war, diese aber nicht ausufernd, sondern kurz und prägnant sein sollte. Pentland arbeitete zum Beispiel mit Teams im Customer Service einer Bank.

Ein Fazit aus der Studie:

„So wissen wir jetzt zum Beispiel, dass die Leistungsschwankungen eines Teams zu 35 Prozent durch die Zahl der persönlichen Kontakte zwischen den Mitgliedern zu erklären sind. Wir wissen außerdem, dass die optimale Kontaktfrequenz innerhalb eines Teams bei mehreren Dutzend Kontakten pro Arbeitsstunde liegen kann, dass die Leistung aber wieder sinkt, wenn das optimale Niveau überschritten wird. Darüber hinaus können wir mit Sicherheit sagen, dass die Mitglieder eines typischen Hochleistungsteams nur die Hälfte der Zeit mit der gesamten Gruppe interagieren. Wenn sie zum Rest des Teams sprechen, achten sie darauf, keinen deutlich größeren Redeanteil als die anderen in An- spruch zu nehmen, und halten ihre Kommentare kurz und sachlich. Den Rest der Zeit verbringen sie mit Vier- Augen-Gesprächen, die in der Regel ebenfalls recht kurz ausfallen.“

Die Studie gibt es hier

Über Alex Sandy Pentland findet man auch einige Videos bei YouTube, etwa „The Importlande of social Physics and Data Science“

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