Sys­te­misch füh­ren, den­ken und han­deln in der Praxis

Eine Gegen­über­stel­lung sys­te­misch-klas­sisch am Bei­spiel Ent­wick­lung, Füh­rung, Kon­flikt etc.

Wer sys­te­misch führt, wird zuneh­men­der Kom­ple­xi­tät, Zukunfts­un­si­cher­heit und Unplan­bar­keit gerecht. Aber was heißt das eigent­lich? Zwei fik­ti­ve Unter­neh­men zei­gen, wie sys­te­mi­sches und klas­si­sches Den­ken aus­ge­hend von der Per­so­nal­ent­wick­lung die Füh­rungs­kul­tur und das Füh­rungs­ver­hal­ten prägen.

Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung bei Alpha: Klas­si­sche Ansätze

Maria lei­tet die Per­so­nal­ent­wick­lung bei Alpha. Sie ent­wi­ckelt Füh­rungs­kräf­te in einem Pro­gramm, das auf dem Ansatz der trans­for­ma­tio­na­len Füh­rung beruht. Selbst­kennt­nis erlan­gen die­se über Tests, die sie in ihren Kom­pe­ten­zen bewer­ten. Wie kön­nen sie noch bes­ser werden?

Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung bei Beta: Sys­te­mi­sche Perspektive

Lia lei­tet die Per­so­nal­ent­wick­lung bei Beta. In ihrem Unter­neh­men ler­nen die Füh­rungs­kräf­te, sich selbst in den Kon­text von Auf­ga­be und Sys­tem zu set­zen. Sie ver­ste­hen ihre eige­nen Reak­tio­nen im jewei­li­gen Umfeld und reflek­tie­ren ihre Bezie­hungs­mus­ter in den ver­schie­de­nen Sys­te­men. Wie leben sie ihre Rol­le im jewei­li­gen Beziehungssystem?

Kon­flikt­be­wäl­ti­gung bei Alpha und Beta

Bei Alpha gibt es vie­le Kon­flik­te. Zur Lösung grei­fen Maria und ihre Kol­le­gen auf Media­ti­on oder Kon­flikt­mo­de­ra­ti­on zurück. Die Mode­ra­to­ren wol­len Kon­flik­te „lösen“.

Auch bei Beta gibt es vie­le Kon­flik­te. Auch Lias Team nutzt dazu Media­ti­on oder Kon­flikt­mo­de­ra­ti­on. Die ein­ge­setz­ten Mode­ra­to­ren sind aber auch sys­te­misch aus­ge­bil­det und wis­sen, dass Kon­flik­te nie wirk­lich gelöst, son­dern nur regu­liert wer­den kön­nen. Sie sind sich der Kon­flik­te bewusst, die struk­tu­rell unver­meid­lich sind. Des­halb fokus­sie­ren sie auf die Struk­tu­ren und das, was den Kon­flikt auf­recht­erhält. Der Kon­flikt wird sozu­sa­gen exter­na­li­siert. Selbst wenn die betei­lig­ten Per­so­nen das Unter­neh­men ver­las­sen, besteht die­ser weiter.

Umgang mit pro­ble­ma­ti­schem Führungsverhalten

Zeigt eine Füh­rungs­kraft bei Alpha „pro­ble­ma­ti­sches“ Ver­hal­ten, so wird das ihrer Per­sön­lich­keit zuge­schrie­ben. Als eine immer wie­der durch unflä­ti­ge Bemer­kun­gen und Grenz­über­schrei­tun­gen auf­fällt, wird sie zum Coa­ching geschickt. Der Coach soll berich­ten. Je nach­dem, wie koope­ra­tiv er sich zei­ge, wer­de man der Per­son dann ein Out­pla­ce­ment anbieten.

Bei Beta gibt es kein „pro­ble­ma­ti­sches“ Ver­hal­ten. Lia führt ihre Kol­le­gen immer wie­der dazu, dass die­se auf die Struk­tu­ren bli­cken, die es ent­ste­hen las­sen oder nicht aus­rei­chend ein­däm­men. Sie fragt sich, wie in einem Sys­tem ein sol­ches Ver­hal­ten über­haupt ent­ste­hen kann. Sie kommt dar­auf, dass die Kon­trol­le fehlt. Es haben sich sozia­le Sys­te­me gebil­det, in denen nie­mand mehr etwas sagt. Mit der Geschäfts­füh­rung teilt sie die­se Hypo­the­se. Sie fra­gen sich, wodurch wirk­lich ein Unter­schied gemacht wer­den wird. Gemein­sam erar­bei­ten sie Ideen, was die Orga­ni­sa­ti­on tun kann. Sie for­mu­lie­ren mit einem exter­nen Beob­ach­ter Hypo­the­sen und ent­wi­ckeln dar­aus eine ers­te Lösungs­idee. Ob das aber wirkt, das muss immer wie­der über­prüft werden.

Das Ver­ständ­nis von Füh­rung und Teamarbeit

Bei Alpha gibt es eine idea­le Füh­rungs­kraft. Die­se hat fünf Eigen­schaf­ten. Außer­dem steht der Mensch immer im Mittelpunkt.

Bei Beta gibt es einen Fokus auf ste­ti­ge Selbst­re­fle­xi­on im Kon­text. Der Mensch wird aus dem Mit­tel­punkt geholt, um ihn zu schüt­zen. Denn der ist nur ein Trä­ger von Sym­pto­men, die das Sys­tem hervorruft.

Bei Alpha sieht man das Team als ein Gebil­de, das aus ver­schie­de­nen Indi­vi­du­en besteht, die zusam­men­pas­sen müs­sen. Bei Beta sieht man das Team als ein sozia­les Sys­tem, das bestimmt, wie es Leis­tung erbrin­gen kann. Wenn die Leis­tung sinkt, dann ver­mu­tet man die Ursa­che im Sys­tem, mög­li­cher­wei­se aber auch an unkla­ren Gren­zen zu ande­ren sozia­len Sys­te­men. Kann es sein, dass die Auf­ga­be der Zusam­men­ar­beit mit ande­ren neu gere­gelt wer­den muss?

Bei­spiel: Füh­rungs­sys­te­me bei Alpha und Beta

Im Füh­rungs­sys­tem von Alpha agie­ren drei Per­so­nen auf C‑Le­­vel-Posi­­ti­on. Die­se eini­gen sich dar­über, dass es sinn­voll ist, agi­ler zu wer­den, und sen­den die Auf­for­de­rung an die Per­so­nal­ab­tei­lung. Genau genom­men sen­det einer, der Mäch­tigs­te, der sich gera­de auf einer Kon­fe­renz schlau gemacht hat.

Im Füh­rungs­sys­tem von Beta agie­ren vier Per­so­nen auf C‑Level, eine davon ist Lia. Sie betrach­ten sich ins­ge­samt. Wenn sie mit ihrem Coach reflek­tie­ren, dann dar­über, wel­che Mus­ter in ihrer Bezie­hung bestehen und wie die­se ver­hin­dern, dass Inno­va­tio­nen sich ent­wi­ckeln können.

New Work und Agi­li­tät: Unter­schied­li­che Herangehensweisen

Das Ver­ständ­nis von New Work und Agi­li­tät unter­schei­det sich eben­so grundsätzlich.

Wäh­rend die­se bei­den Begrif­fe bei Alpha als „Kon­zept“ ver­stan­den wer­den, das ein­ge­führt wer­den soll, blickt man bei Beta zuerst auf das Sys­tem und sei­ne Mus­ter. Wie müs­sen sich die­se ändern, damit mög­lich wird, was mög­lich wer­den will? Was sind Struk­tu­ren, die ver­än­dert wer­den müs­sen? Man ent­schei­det sich für expe­ri­men­tel­le Räu­me, in denen man gemein­sam lernt. Dort spricht man nicht über Per­son A oder B, son­dern über die Mus­ter in deren Inter­ak­ti­on. Was zeigt sich wirklich?

Exter­ne Per­spek­ti­ven und die Bedeu­tung von Beobachtern

Lia hat gelernt, sich immer bewusst zu sein, dass sie selbst beob­ach­tet und dabei durch die eige­ne Zuge­hö­rig­keit zum Sys­tem kul­tur­blind ist.  Sie weiß, dass es hier exter­ne Per­so­nen braucht, die sich selbst bewusst sind, dass sie beob­ach­ten. Maria dage­gen hat ein­fach die kom­pe­ten­tes­ten Agi­lis­ten enga­giert. Sie glaubt, dass sich Kom­pe­tenz unmit­tel­bar ver­füg­bar machen lässt. Nach drei Jah­ren ist sie über­rascht, dass im Grun­de alles geblie­ben ist wie es wahr. Nur dass jetzt Begrif­fe im Raum ste­hen, die für das Schei­tern ver­ant­wort­lich gemacht werden.

Sys­te­mi­sche Sicht­wei­se auf Veränderung

Auch Ver­än­de­rung wird sys­te­misch gänz­lich anders betrach­tet. „Ver­än­de­rung“ ist eine Kate­go­rie der Beob­ach­te­rin eines Sys­tems. Sie nimmt die­se wahr. Es ist nicht das Sys­tem selbst. Die ver­schie­de­nen Tei­le des Sys­tems kön­nen das jeweils ganz anders betrach­ten. Es gibt auch eine Para­do­xie der Ver­än­de­rung. Die­se dient der Bewah­rung des Sys­tems, der Auto­poie­sis. Wenn wir X machen, erhal­ten wir uns! Jede Ver­än­de­rung ist außer­dem eine Ver­än­de­rung der Beziehung.

In labi­len Pha­sen wirkt manch­mal wenig viel, in sta­bi­len bleibt oft auch eine grö­ße­re Inter­ven­ti­on ohne Wir­kung. Das gilt sowohl für psy­chi­sche als auch für sozia­le Systeme.

Sys­te­mi­sche Sicht­wei­se auf Change

„Chan­ge“ ist in Mari­as Unter­neh­men etwas, das geplant wird und von oben nach unten aus­ge­rollt. Sie setzt zwar auf ver­ein­zel­te Initia­ti­ven von unten betrach­tet sie aber nicht als System.

Des­halb wun­dert sie sehr, dass sich die agi­len Coa­ches, die sich eigen­in­itia­tiv gegrün­det haben, alles tun, um sich selbst zu erhalten.

Das ist Lia natür­lich klar. Sie weiß, dass die Ent­schei­dung, den Pool auf­zu­lö­sen, von oben kom­men muss. Und sie rech­net wie auch das gan­ze Füh­rungs­team mit dem Gegen­be­we­gung. Dass das durch ein­bin­den­de Kom­mu­ni­ka­ti­on regu­liert wer­den muss, ist ihr klar. Andern­falls bleibt da ein infor­mel­les Sys­tem, dass sich als Gegen­be­we­gung versteht.

Chan­ge und Trans­for­ma­ti­on: Unter­schied­li­che Ansätze

Bei Alpha ist es der Chan­ge oder die Trans­for­ma­ti­on. Die­se brau­chen Ziel und einen Plan sowie ein Kon­zept. Sie sol­len ein Pro­blem lösen.

Bei Beta geht es erst ein­mal um die Ana­ly­se von Sym­ptom und Pro­blem. Hier steht die Fra­ge im Vor­der­grund, was über­haupt das Pro­blem ist. Es braucht Pro­blem­ge­ne­se. Und dann die Fra­ge, wo der Unter­schied zwi­schen dem liegt, was sein soll und dem, was ist.

Bei­spiel: Agi­li­tät bei Alpha und Beta

Wäh­rend Alpha Agi­li­tät als Metho­de begreift, die das Pro­blem „Wir sind zu lang­sam bei unse­ren Inno­va­tio­nen“ lösen soll, geht Beta erst ein­mal vom Sym­ptom aus: Es gibt zu weni­ge Inno­va­tio­nen. Wor­an das liegt, ist eine ganz ande­re Fra­ge. Und ziem­lich sicher sind es (orga­ni­sa­tio­na­le Pro­blem­ge­ne­se) meh­re­re Punk­te: Wor­an zeigt sich das genau? Wie war es vor­her? Wie ist es bei ande­ren? Es geht also dar­um, erst ein­mal Daten zu sammeln.

Auch machen die sys­te­misch kom­pe­ten­ten Ver­tre­ter bei Beta immer bewusst, dass jede Pro­blem­lö­sung neue Pro­ble­me erzeugt. Wer also „agi­le Metho­den“ ein­führt, muss damit rech­nen, dass dadurch neue Her­aus­for­de­run­gen ent­ste­hen. Wel­che das sind, kann man hypo­the­tisch anneh­men: Es könn­te ein erhöh­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­auf­wand sein oder auch Ver­wir­rung und Rollenunklarheit.

Sie spre­chen offen über Macht, denn sie wis­sen, dass die­se sich inner­halb eines Sys­tems ver­teilt und nicht ein­fach da ist. Dadurch kön­nen sie ver­hin­dern, dass sich die Macht auf Per­so­nen konzentriert.

Ver­trau­en und Fehlerkultur

Bei Alpha ist der Begriff des Ver­trau­ens in aller Mun­de. Dies sei die Vor­aus­set­zung für eine offe­ne Feh­ler­kul­tur. Doch kei­ner weiß, was Ver­trau­en über­haupt ist. Denn es hat kei­nen Bezugs­rah­men und ist nicht von sei­nem Gegen­teil abgegrenzt.

Lia hat aktiv dar­an gear­bei­tet, Ver­trau­en in einen direk­ten Bezug zu Unsi­cher­heit zu set­zen. Geht man im Füh­rungs­team ein Risi­ko gemein­sam mit den ande­ren ein, wohl wis­send, dass der Aus­gang unklar ist? Gibt es ein „Com­mit & Disagree“?

Kate­go­rien, Pro­zes­se, Unterschiede

Lia hat auch gelernt, in Kate­go­rien, Pro­zes­sen und Unter­schie­den zu den­ken. Was sind also mög­li­che Aus­sa­gen zu einer Fra­ge­stel­lung? Neh­men wir die Kate­go­rie „Zie­le“. Was wird alles dar­un­ter ver­stan­den? Sind es auch indi­vi­du­el­le Inter­es­sen oder gemein­sa­me Zie­le? Und wel­che Mus­ter zei­gen das? Ange­nom­men, wir möch­ten bei­des: Wie spie­gelt sich das im sozia­len Sys­tem aktu­ell wider? Und was dar­an erzeugt das Sym­ptom, das wir aus­ge­macht haben? Wel­che Pro­zes­se zah­len dar­auf ein, dass ein Pro­blem bestehen bleibt? Und was wür­de einen Unter­schied machen.

Lia stellt also viel mehr Fra­gen und ana­ly­siert genauer.

Sys­te­mi­sches Den­ken als kom­ple­xes Denken

Sys­te­misch den­ken bedeu­tet also auch kom­ple­xes Den­ken. Das ist sicher auch ein Grund, war­um vie­le es als anstren­gend empfinden.

Es geht aber auch gar nicht um Ent­­we­­der-oder, son­dern um Sowohl-als-auch. Linea­re Zusam­men­hän­ge soll­ten dort unter­sucht wer­den, wo sie auch bestehen oder bestehen könn­ten. Dabei gilt es, Schein­kor­re­la­tio­nen aus­zu­schlie­ßen. Das ist unter ande­rem Auf­ga­be der wis­sen­schaft­li­chen Psychologie.

Wo braucht es sys­te­mi­sches Denken?

Dort, wo es linea­re Zusam­men­hän­ge nicht gibt, ist sys­te­mi­sches Den­ken über­le­gen. Es for­dert ein selbst­re­flek­tier­tes und abs­trak­te­res Den­ken. Der häu­fi­ge Streit­punkt in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on um das The­ma ent­steht da, wo ein Zusam­men­hang künst­lich her­ge­stellt wird, etwa zwi­schen einem bestimm­ten Mind­set und einem Ver­hal­ten, dass sich sys­tem­un­ab­hän­gig zeigt. Das gibt es aber nicht. Höchs­tens gibt es Prä­fe­ren­zen. Die wis­sen­schaft­li­che Psy­cho­lo­gie bestrei­tet das gar nicht wie eini­ge behaupten.

Wie ler­ne ich sys­te­misch denken?

Sys­te­misch den­ken­de Füh­rungs­kräf­te müs­sen also erst ein­mal üben, aus dem bis­he­ri­gen Modus her­aus­zu­kom­men und anders auf das zu schau­en, was sie z.B. als Pro­blem wahr­neh­men. In Team­works­PLUS ist das etwas, das wir stets am drit­ten Tag aus­führ­lich üben.

Aus­blick: Wei­ter­ent­wick­lung im sys­te­mi­schen Führen

Im Kurs „Sys­te­misch Füh­ren“ erhältst du dafür Grund­la­gen, die sich auf Füh­rungs­the­men bezie­hen. Grund­la­gen, die sich auf Ver­än­de­rung bezie­hen, ver­mit­teln wir in „Psy­cho­lo­gie der Veränderung“.

Zusam­men­fas­sung: 7 kon­kre­te Tipps für die Umset­zung von sys­te­mi­schem Füh­ren in der Personalentwicklung

  1. För­dern Sie kon­ti­nu­ier­li­che Selbst­re­fle­xi­on bei Füh­rungs­kräf­ten: Imple­men­tie­ren Sie Pro­gram­me, die Füh­rungs­kräf­te ermu­ti­gen, ihre eige­ne Rol­le und die Aus­wir­kun­gen ihrer Ent­schei­dun­gen im gesam­ten Sys­tem regel­mä­ßig zu reflektieren.
  2. Betrach­ten Sie Teams als dyna­mi­sche Sys­te­me: För­dern Sie ein Ver­ständ­nis dafür, dass Teams nicht nur aus unter­ge­ord­ne­ten Tei­len bestehen, die gemein­hin Indi­vi­du­um genannt werden.
  3. Kon­flik­te sys­te­misch betrach­ten: Schu­len Sie Ihre Füh­rungs­kräf­te dar­in, Kon­flik­te als Sym­pto­me sys­te­mi­scher Pro­ble­me zu ver­ste­hen und auf die struk­tu­rel­len Ursa­chen ein­zu­ge­hen, statt nur kurz­fris­ti­ge Lösun­gen zu suchen.
  4. Ursa­chen für uner­wünsch­tes Ver­hal­ten iden­ti­fi­zie­ren: Ana­ly­sie­ren Sie die Bedin­gun­gen, die bestimm­tes Ver­hal­ten ermög­li­chen, und arbei­ten Sie dar­an, die­se Bedin­gun­gen zu ver­än­dern, anstatt nur auf indi­vi­du­el­les Fehl­ver­hal­ten zu reagieren.
  5. Sehen Sie Ver­än­de­rung als fort­lau­fen­den Pro­zess: Ver­mei­den Sie ein­ma­li­ge „Chan­­ge-Initia­­ti­­ven“ und för­dern Sie eine Kul­tur, in der Ver­än­de­rung als kon­ti­nu­ier­li­che Anpas­sung und Ler­nen ver­stan­den wird.
  6. Stel­len Sie geziel­te sys­te­mi­sche Fra­gen: Fra­gen Sie, wel­che Mus­ter und Struk­tu­ren in Ihrer Orga­ni­sa­ti­on exis­tie­ren und wie die­se die aktu­el­le Situa­ti­on erhal­ten. Ände­run­gen bezie­hen Sie dann auf Strukturen.
  7. Sehen Sie Macht in ihrer Ver­tei­lung: Erken­nen Sie die Dyna­mik von Macht in Sys­te­men. Gehen Sie also davon aus, dass die­se „wan­dert“ und sich in jedem Inter­ak­ti­ons­sys­tem unter­schied­lich zeigt. Das hilft Macht­kon­zen­tra­tio­nen zu ver­mei­den – oder auch bewusst zu för­dern, wenn die­se für Ver­än­de­rung nötig ist.

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