Virtuelle Teamevents – zauberhafte „Blasen“

Kann man Online Spaß haben? Etwas gemeinsam erleben? Klar, kann man das. Wir zeigen, was geht.

Virtuelle Teamevents bieten eine willkommene Abwechslung im tristen Lockdown-Einerlei. Und sie dürften auch nach Ende der Pandemie mehr als nur eine Alternative zu Präsenz bleiben. Gerade haben wir das auf unserer Weihnachtsfeier mit 18 Personen selbst erlebt. Zum Beispiel ein einer wirklich zauberhaften „Blase“ bei Wonder.

Was war passiert?

Am Vormittag haben wir mit unseren Trainern eine halbtägige Supervision gemacht. Diese findet zwei Mal im Jahr statt. Hier lernen wir gemeinsam, tauschen uns aus und besprechen knifflige Fälle.

Dazu brauchten wir im Online-Raum neben der obligatorischen Zoom-Videokonferenz ein Kollaborationstool wie Mural. Auf diesem sammeln wir die Themen schon vorab. Das ermöglicht eine vorherige Planung der benötigten Zeitslots.

Die Ideensammlungen zu den Themen passiert ebenso am Mural. Dabei arbeiten wir mit Mikrostrukturen: Erst denkt jeder allein über ein Thema nach, schreibt die Ideen auf das Board. Dann wird in Breakoutsessions vertieft und weiter entwickelt – nach dem Design-Thinking-Prinzip „Auf den Ideen anderer aufbauen“. Schließlich wird die Fallgeberin beschenkt. Was sie aus dem co-kreativen Ideen-Feuerwerk macht, bleibt natürlich ihr überlassen.

Co-Kreation: Ein klarer Online-Vorteil

So schnell und vielfältig geht das in Präsenz übrigens nicht – eindeutig ein Online-Vorteil.

Mittags ging es dann zu Wonder.me. Wonder ist eine Online-Eventplattform. Hier können sich Menschen treffen und miteinander sprechen. Ideal für die Mittagspause, aber natürlich auch für den gemeinsamen Online-Barbesuch.

Wir bei Wonder

Wir bei Wonder

Bei Wonder gehen die Avatare der Menschen mit Pfeiltasten auf Leute zu und bilden dann eine Blase, in der man miteinander per Video chattet. Dabei lassen sich die Blasen auch abschließen, so dass keiner mehr mithören kann.

Weihnachten hat Wonder ein paar Gimmicks an Bord – so kann der Raumgeber (Host) seinen Teilnehmern virtuelle Weihnachtsmützen aufsetzen und Schnee rieseln lassen.

Aktivierendes Online-Teamevent

Nach dem Mittagsplausch startete unser Teamevent. Als Ausbilder in Teamentwicklung wissen wir natürlich, wie wichtig das gemeinsame Erlebnis ist: Im gemeinsamen Erleben zeigen sich Menschen anders als sonst, Bindung entsteht oder wird erneuert. Wir hatten uns einen externen Moderator gegönnt – schließlich müssen wir nicht immer alles selbst machen.

In drei Kleingruppen bauten wir eine Kettenreaktion, die erst in den kleinen und später in der großen Gruppe zusammengesetzt werden und in ein gemeinsames Video überführt werden musste. Wir mussten kräftig experimentieren, wie unsere einzelnen Bauteile so zusammenpassen… Und hatten Spaß.

Das hat gut drei Stunden gedauert – in Zoom waren lediglich ein paar Anweisungen per Chart und Chat nötig. Also sehr „pur“ in der Umsetzung – wichtig ist die Idee! Welches Spiel passt wie ins Netz? Womit können die Teilnehmenden etwas anfangen? Und wenn es einen Lerneffekt geben soll, ist natürlich auch die Frage, was dieser beinhalten soll.

Mit dem gleichen Spiel kann man sehr unterschiedliche Themen fokussieren, Online-Leadership etwa… Doch bei uns ging es nur um Spaß,

Nach dem Teamevent ging es wieder zu Wonder… Small Talk macht in Blasen einfach mehr Spaß.

Besser als manches teure Abenteuer

Vor einem Jahr haben wir in einem Kunstatelier ein gemeinsames Bild gemalt. Natürlich war das emotionaler… da war einfach mehr Neue. Wenn ich unser Online-Teamevent aber mit anderen Veranstaltungen vergleiche, so schneidet es besser ab als manches viel teurere Abenteuer. Wir haben dann auch viele Komplimente bekommen.

So dürften virtuelle Teamevents auch in Zukunft eine echte Alternative für die sein, die zu weit auseinander wohnen oder aus anderen Gründen nicht zusammenkommen können. Den Kostenaspekt möchten wir lieber nicht nennen: Einige Auftraggeber stellen sich vor, dass Workshop- und Eventdesign deutlich günstiger ist. Das stimmt nur bedingt, etwa wenn man Standardbausteine nimmt. Die ganzen Softwaerelizenzen, die sich Anbieter zulegen müssen, gehen außerdem ins Geld. Die Planung muss auch bei kleineren Gruppen noch genauer sein, was eben auch den Aufwand erhöht.

Gemeinsam kochen ginge auch…

Was Online indes schmerzhaft fehlt, sind Drinks, das gemeinsame Essen und dieser einzigartige Duft in einem Restaurant, das mit frischen Zutaten kocht.

Aber auch das hätten wir sicher nachmachen können. Thorsten hatte die Idee, dass wir allen Kochrezept und Zutaten nach Hause schicken und wir zeitgleich kochen. Svenja hat da interveniert. Eine der Weinachtsfeiern, die ihr selbst weniger gemundet hatte, war ein Kochevent… Events sind eben immer auch Geschmackssache.

Hier noch drei Meeting-Tool-Tipps. In die Kategorie „Stormz“ passen auch andere Kollaborationstools wie Miro, Mural oder Conceptboard, die wir bereits hier besprochen haben.

Plattform Kernidee Features Kosten
Wonder.me Ermöglicht Treffen und informelle Kommunikation Host richtet einen Raum ein, indem er/sie Gäste einlädt, die dort in „Blasen“ miteinander sprechen. Dem Raum kann man einen eigenen Look&Feel geben
Spatial Chat VR Meeting-App Ermöglich Treffen und informelle wie formelle Kommunikation und Kollaboration in 3D-Räumen z.B. Konfernez Host kann Räume kreieren, in denen man sich mit seinem Avatar bewegen kann Bis Ende 1/21 free, danach ab 49,99 $ Monat
Stormz Kollaborationstool, das sich gerade auch für größere Events eignet, auf denen das Management zur Kollaboration anregt. Brainstorm Super Hero etc.: Vorgefertigte Workshopräume für kreative Zusammenarbeit Ab 25 US-Dollar/Monat

 

 

 

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