Wandelt euch! Warum Transformation mehr braucht als ein Training

Über Ich-Entwicklung und was sie bewirken kann

Organisationen sollen sich wandeln. Transaktional war gestern! Führungskräfte sollen Mitarbeiter inspirieren, transformieren! Das funktioniert nur nicht – beklagt nicht nur ein Thomas Sattelberger. Warum es am Denken der Führungskräfte liegt und wie man dieses ändert…

Transformation! Schön und gut – aber so geschrieben ist das nur ein Wort. Was passiert, wenn man mit dem Denken von gestern das Unternehmen von heute verändern wollen, sehen wir überall. Es funktioniert nicht, stößt überall an seine Grenzen…

Harvard-Professor Robert Kegan hat sich neben Jane Loevinger ausführlich mit Ich-Entwicklung beschäftigt. Für ihn liegt der Unterschied beim Lernen in In-Formation und Transformation. Bei der In-Formation wird neuer Inhalt in ein Gefäß gefüllt – der Manager oder Mitarbeiter bekommt neues Wissen zugeführt – , bei der Transformation entsteht ein neues, zusätzliches Gefäß, der Manager oder Mitarbeiter versetzt seine eigenen inneren Grenzen.

Grenzen versetzen

Die eigenen Denklogiken verändern sich dadurch und damit auch die Basis für authentisches Handeln. Man kann im agilen Kontext etwa Retrospektiven anwenden oder sie inhalieren. Die meisten Transformationsprozesse in Unternehmen sind keine. Mitarbeiter und Management lernen zwar neue Verhaltensweisen, aber sie ändern nicht ihr Denken.

Ich-Entwicklung fördern

Lernen vollzieht sich also auf zwei Ebenen. Das Ergebnis lässt sich in der so genannten Ich-Entwicklung ablesen, ein entwicklungspsychologisches Stufenmodell von Jane Loevinger (hier eine Übersicht). Die amerikanische Psychologin fand Muster in ihren Daten und fand in mehr als 40jähriger Forschung voneinander abgegrenzte Stufen, die sie als E1 bis E9 bezeichnete. Diese Stufen lassen sich einem vorkonventionellen, konventionellen und postkonventionellen Bereich zuordnen. Derzeitige Lernprozesse verlaufen vor allem bis zu Stufe E6. Die Digitalisierung und fundamentalen Veränderungen der Arbeitswelt fordern hingegen oft postkonventionelles Denken, mindestens von den Führungskräften.

Unsere Geschäftsführerin Svenja Hofert hat dazu in ihrem Blog einen ausführlichen Bericht sowie eine Buchkritik geschrieben hier. Svenja steht Teamworks GTQ als Expertin für Persönlichkeitsentwicklung für Beratungen zu diesem Thema bereit, vor allem auch hinsichtlich agiles Führens / agilen Managements. Verändern Sie Ihr Denken, dann verändern sie alles!

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