Studien zu Feedback und Teamarbeit

Auf dieser Seite stellen wir die Essenz von Studien vor, die sich mit dem Thema Feedback im Zusammenhang von Persönlichkeits- und Teamentwicklung beschäftigen.

Teamwork und Feedback

Alle Studien zu Teamwork und Feedback legen nahe, dass dieses nicht von einer vertrauensvollen Umgebung zu entkoppeln ist. Feedback fällt dann auf einen fruchtbaren Boden, wenn es gewünscht und gewollt ist – und dem Team insgesamt nutzt. Dabei ist es wichtig, dass es konstruktiv ist, was geteilte mentale Modelle über das voraussetzen, um das es geht. Pina Tarricone von der Perth University in Australien hat Studien gesichtet und die Essenz zusammengetragen. Ihre ganze Zusammenfassung als PDF hier.

Feedback und Selbstentwicklung

Die Ergebnisse der Studie „Relationship between Feedback and Self Development“ aus dem Jahr 1999 beruhen auf einer Faktorenanalyse, die vier Dimensionen von Feedback aufzeigt. Dabei wurde ermittelt, welches Feedback den positivsten Beitrag zur Leistungssteigerung von Bankmitarbeitern brachte:

  • positive reinforcement (positive Bestärkung)
  • evaluative feedback (bewertendes Feedback)
  • threat (Drohungen)
  • development focus (Fokus auf Entwicklung)

Natürlich bringen Drohungen gar nicht weiter. Ein Fazit der Studie: „Younger managers were higher on self-development. Those who perceived receiving more positive reinforcement and nonthreatening feedback and who felt empowered were rated higher in performance.“ Hier

Negatives Feedback

Muss es immer positives Feedback sein? Einige Studien finden auch einen Wert in kritischem Feedback. Dieser findet sich vor allem dann, wenn es sich um Experten handelt und kreative Themen. So fanden Forscher eine starke Verbindung zwischen negativer Emotionalität und größerem künstlerischen Ausdruck. Studie „The dark side of creativity“ (2008).

Stacey Finkelstein und Aeylet Fishbach veröffentlichen im Journal of Consumer Research 2001 Ergebnisse ihrer Forschungen mit Experten („Tell me what I did wrong: Experts seek and respond to negative Feedback“). Ein Schlüsselsatz aus ihrer Studie: „Positive feedback increased novices’ commitment, and negative feedback increased experts’ sense that they were making insufficient progress.“ (Vollständig hier).

Die Berater Jack Zenger und Joseph Folkman untersuchten das Feedbackverhalten von Managern und die Wahrnehmung von Mitarbeitern. Dabei kam heraus, dass Mitarbeiter durchaus negatives Feedback wollen, ja sogar mehr noch als positives. Die Studie wurde in einem Harvard-Business-Manager-Artikel vorgestellt.

Das passt sehr gut zu dem Ansatz, dass konstruktives Feedback ein „Konstrukt“ braucht und in dem Moment wirksam ist, wenn dieses geteilt werden kann. Dazu haben wir hier im Blog unsere eigene Sicht der Dinge veröffentlicht.

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