5 Jahre Teamworks: Unsere bisherige Bilanz – und wie es weiter geht

5 Jahre Teamworks

Fünf Jahre Aus- und Weiterbildung an der Brücke von der alten zur neuen Welt. Wie war es? Wie wird es? Was ist unser Anliegen? Ein Bericht für Interessierte.

Neulich sagte mir, Svenja, ein Börsenprofi: „Schau dir den 5-Jahreschart an. Wenn der schlecht ist, kauf nicht“. OK, so einfach ist das also! Teamworks ist zwar nicht an der Börse, aber wäre unsere Entwicklung ein Chart, so würde dieser nach oben zeigen. Man sollte also kaufen 😉

Was war vor 2015?

So wohl Thorsten Visbal als auch ich hatten jahrelang als Unternehmensberater mit Gründungen zu tun. Manche kennen vielleicht noch mein 2001 entstandenes Standardwerk für Existenzgründer, das immer noch im Handel ist. Will sagen: Wir wissen, wie sich Unternehmen und vor allem Startups entwickeln. Wir verbinden betriebswirtschaftliches Know-how mit dem Blick und der Leidenschaft für Entwicklung, Bildung und Ausbildung.

Business Pläne sind in Verruf gekommen, aber die Faustregel, dass man es im dritten Jahr geschafft hat, ist außerhalb der Silicon-Valley-Szene so dumm nicht. Wir wissen aus der jahrelangen Beobachtung, dass es verdammt schwierig ist, eine Ausbildung und ein offenes Seminarprogramm zu etablieren. Wir kennen eine Reihe Leute, denen das nicht gelungen ist.  Und nein, DAS Geheimrezept, wie es gelingt, gibt es nicht, aber eine gute Mischung aus Finanz- und Marketingsicht dürfte ebenso hilfreich sein wie vorherige, einschlägige Erfahrung.

Einschließlich der Erfahrung, dass man nicht mit jedem ein Unternehmen gründen kann und sich besser gut kennen und noch besser: komplementär ergänzen sollte. Das alles ist aber nichts ohne Zuversicht, Beharrlichkeit und Professionalität bei der Entwicklung von Strukturen.

Unsere Vision: Brücken bauen

Uns trieb bei der Gründung die tiefe Überzeugung, dass es eine Ausbildung braucht, die sich in die aktuellen Entwicklungen fügt: Transformation zu netzwerkartigen Strukturen und Selbstorganisation. Ein Digitalisierungs-Mindset, das persönliches Wachstum erfordert und die Fähigkeit zur Teamarbeit jenseits der sozialen Anpassung. 2015 schrieb ich das in die erste Version des 50-seitigen Curriculums. Da war Agilität noch vor allem der IT vorbehalten, von Mindset noch nirgendwo die Rede. Schon damals war klar, dass wir nicht in die freakige Ecke der „Alles Neu“-Fraktion gehört, sondern eher zu Freunden des Machbaren. Kleine Schritte, Mensch im Mittelpunkt, Brücken bauen – eher die Begleiter für traditionelle Branchen und Unternehmen.

Was uns treibt: Das Anliegen

Business Coaching mit Individualbezug sahen wir an Grenzen angekommen. Wir wollten eine Ausbildung erschaffen, die Teamentwicklung neu definierte, indem sie Coaching einschloss: Mit Bezug zu Organisation und Veränderung und gleichzeitigem Blick auf das Ich und das Wir. Ohne das übliche Outdoorgezappel und mit Fokus auf echte Entwicklung. Denn uns beiden Gründern ging es in einem entscheidenden Punkt um dasselbe: Unser Anliegen ist, dass Menschen, Teams und Organisationen sich bewegen. Weil wir erleben, wie toll Entwicklung für alle ist, wieviel besser es einem geht, wenn man seine Perspektiven weitet.

Wir starteten mit dem Wunsch neben der Ausbildung Organisationen zu beraten und interne Workshops anzubieten. Da wir auch vorher schon Ausbildungen entwickelt und eingeführt sowie Team- und Führungskräfteentwicklungsprogramme aufgesetzt und begleitet hatten, waren Aufträge schon aufgrund vorhandener Kontakte schnell da.

Pragmatisch umsetzen

Intern machten wir uns bald einen Ruf als „Umsetzer“. Dabei half unser stetig wachsendes Team aus professionellen Beratern, Moderatoren, Trainern und Coaches. Nach ersten Versuchen, mit den früheren Netzwerk zu arbeiten, entschieden wir uns, dass alle Teamsworks-Berater unsere Ausbildung durchlaufen haben müssen. Nur so waren wir in der Lage Mindset und Methoden zu synchronisieren und auch in größeren Projekten eine Sprache zu sprechen. Nicht nur bei den agilen Themen erwies sich das als extrem hilfreich.

Offenes Seminarprogramm

Ein Jahr nach Gründung kam unser erster offener Workshop ins Programm „Agiler Führen“. Damit waren wir so erfolgreich, dass weitere folgen. Ein Erfolgskonzept war sicher, dass wir uns Partner suchten, die sehr erfahren waren und alles andere als Standard anboten. Claudia Thonet, mit der wir schon Jahre erfolgreich zusammenarbeiten, wurde 2020 unsere erste offizielle Kooperationspartnerin.

Offene Workshops werden von Teamworks geplant, (mit-) entwickelt und konzipiert. Sie werden evaluiert und laufend optimiert. Agiler Führen 2020 hat so nichts mehr zu tun mit der ersten Iteration 2016. So ist es bei allen Kursen: Sie verändern sich auch mit den Bedürfnissen der Teilnehmer, neuen Erkenntnissen und dem Markt. Im Kern bleibt aber: Sie sind immer pragmatisch an Bedürfnissen unserer Teilnehmerinnen ausgerichtet.

Die 7. Gruppe TeamworksPLUS

Am Jahrestag unserer notariellen Beurkundung, dem 16.1.2015, feierten wir zugleich Prüfung und Abschied von unserer Gruppe 7 TeamworksPLUS.  12 Menschen waren angetreten, mit uns gemeinsam zu lernen und sich zu entwickeln, davon stellten sich 9 der Prüfung bei Prof. Schulte. Seine Erfahrung, Zugewandtheit und Professionalität in der Fragenstellung und Beurteilung erfreut die Teilnehmerinnen immer sehr – und nimmt Ängste, die einige dann doch noch vor Prüfungen haben.

Stücke werden zur Torte

Wie in jeder Gruppe hatten einige aus der Gruppe bereits sehr viel Vorerfahrung. Andere waren neu im Thema. Die Neulinge müssen oft noch etwas mehr lernen. Die Themen fügen sich anfangs noch etwas schwerer ein, die Inhalte brauchen mehr Vor- und Nachbereitung.

Modelle kommen einem fremd und seltsam vor, Hypothesenbilden und unser Format der lernorientierten Fallberatung mit „Feedback des Feedbacks“ ist gewöhnungsbedürftig.

Eine unserer Teilnehmerinnen hat es mal wunderbar auf den Punkt gebracht (danke!): Das sei wie ein Kuchen. Jedes Modul ein Stück – und dass es eine Torte ist, merkt man erst am Ende.

Die Krönung: Die beste Prüfung

Wie in jedem Jahr wurde auch in diesem die beste Teilnehmerin besonders ausgezeichnet. Dieses Mal ist es, und das freut uns ganz besonders, mit Anja Kuhr jemand der wirklich in der Teamgestaltung durchstarten will – aber vorher keine einschlägigen Kenntnisse hatte.

Anja hatte bisher weder mit Psychologie oder Pädagogik zu tun, aber sie hat sich richtig reingehangen und unheimlich viel gelernt.

Vor der Anmeldung wusste die Architektin: „Ich wollte mir neue Räume zu erschließen, nicht nur den umgebenden und gebauten Raum, wie bisher als Architektin, sondern als Teamgestalterin auch den immateriellen Raum zwischen Menschen.“ Nach der Ausbildung sagt sie: „Jetzt habe ich die Grundlagen, mein Anliegen zu realisieren. Ich habe Praxiserfahrung gewonnen und vertiefe diese immer weiter. Ich schaffe Räume, in dem Menschen ihr Miteinander lebendig gestalten können!“

Dabei wünscht Teamworks viel Erfolg und grüßt an dieser Stelle alle Alumni der letzten Jahre.

Was wird sein?

Ich-Wir-Praxis: Unser KonzeptWir machen weiter, und verzichten dabei auf Großgruppen. Unser Ausbildungskonzept braucht die kleine Gruppe, braucht das unmittelbare Feedback durch uns. Ja, wir hatten den Gedanken. Und ja, wir haben ihn verworfen.

Gruppe 8, die im April 2020 startet ist ausgebucht und auch die Warteliste bereits voll. Im November sind noch Plätze!

Erfahrene Teamentwickler oder Coaches könnten sich eventuell auch für unsere Intensivwoche „Next Level Coaching“ interessieren. Mit „Agiles Teamcoaching kompakt“ bieten wir außerdem ein neues Format für alle, die ihre Business-Coaching-Skills erweitern möchten.

Ein Gedanke zu „5 Jahre Teamworks: Unsere bisherige Bilanz – und wie es weiter geht

  1. Schöne Erfolgsgeschichte, die Ihr sehr sympathisch erzählt. Uns geht es so ähnlich mit einer gruppen- und organisationsdynamische Ausrichtung.
    Viel Erfolg weiterhin und vielen Dank für die interessanten Beiträge auf dieser Plattform.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.