Tea­m­in­tel­li­genz: War­um das Team mehr ist als die Sum­me der Einzelintelligenzquotienten

Dumm wie Toast­brot oder schlau wie der Schwarm

Schau­en Sie auf Ihr Team. Viel­leicht ahnen Sie, wer den höchs­ten IQ hat. Oft ist es der, der es NICHT von sich denkt. Hand aufs Herz: Glau­ben Sie, dass das gan­ze Team eigent­lich nicht intel­li­gen­ter sein kann als die­se ein­zel­ne Per­son? Auf den ers­ten Blick wäre das logisch. Auf den zwei­ten ist es genau das nicht: Teams sind wie eine Wun­der­tü­te. Sie erhö­hen die gemein­sa­me Intel­li­genz, den so genann­ten G‑Faktor, der eigent­lich ein C‑Faktor ist, C für Col­la­bo­ra­ti­on. Denn ein intel­li­gen­tes Team ist mehr als die Sum­me sei­ner Intel­li­genz­qo­ti­en­ten! Lesen Sie, was Tea­m­in­tel­li­genz ist und wodurch Sie sie steigern.

Was ist Teamintelligenz?

Tea­m­in­tel­li­genz meint die gemein­sa­me Intel­li­genz einer Grup­pe. Die­se kann höher sein als die Ein­zel­in­tel­li­genz. Wenn eine Grup­pe also fünf Mit­glie­der mit einem durch­schnitt­li­chen IQ von 115 hat, ist die gemein­sa­me Tea­m­in­tel­li­genz, das Team­po­ten­zi­al, unter guten Kol­la­bo­ra­ti­ons­be­din­gun­gen wahr­schein­lich höher als 115. Es braucht dann kein Genie mit einem IQ von 130, das das Niveau hoch­zieht! Dies wie­sen Ani­ta Wool­ley und Kol­le­gen in ihrer Stu­die “Evi­dence for a Collec­ti­ve Intel­li­gence Fac­tor in the Per­for­mance of Human Groups“ nach (unter Team­stu­di­en). Zwar kor­re­liert auch die Intel­li­genz des schlaus­ten Team­mit­glieds leicht mit der Per­for­mance, aber der gemein­sa­me Fak­tor C für Col­la­bo­ra­ti­on erheb­lich deut­li­cher. Das spricht dafür, in Teams ruhig hete­ro­ge­ne IQ-Niveaus zuzu­las­sen. Und über allem und immer wie­der: die Zusam­men­ar­beit zu fördern.

Erzeu­gen Sie „Sparks“, also Funken

Das gera­de erschie­ne­ne Buch „Group Geni­us“ von Keith Sawy­er beschreibt was bei der gemein­sa­men Arbeit ent­steht und wie der „Group Geni­us“ ent­steht: Es sind die „Sparks“ die bei der Kol­la­bo­ra­ti­on über­sprin­gen, was ich mit sprü­hen­de Fun­ken über­set­zen wür­de (das Ergeb­nis kann ein Feu­er­werk sein). „Col­la­bo­ra­ti­on dri­ves crea­ti­vi­ty becau­se inno­va­ti­on always emer­ges from a seri­es of sparks – never a sin­gle flash or insight“. Also, kei­ne Flashs, son­dern Sparks. Uns gefällt das Bild vom sprü­hen­den Fun­ken – vie­le zusam­men machen ein fla­ckern­des Feu­er. Dem die Ideen nie ausgehen.

Wie stei­gert man Teamintelligenz?

Wenn wir also von Intel­li­genz spre­chen, dann stets in einem Atem­zug mit Krea­ti­vi­tät. Das eine gehört zum ande­ren. Wir mei­nen damit natür­lich kei­ne Bun­­­te-Bil­­der-Aqua­­rell-Kre­a­­ti­­vi­­tät, son­dern die Ideen-Kre­a­­ti­­vi­­tät, über die wir schon hier geschrie­ben haben. Der Intel­li­genz­quo­ti­ent krea­ti­ver Mensch liegt meist leicht über dem des Durch­schnitts (so wie Offen­heit für neue Erfah­run­gen in den Big Five auch mit dem IQ in Zusam­men­hang steht, hier bei Sven­ja mehr), aber Genies mit einem IQ jen­seits der 130 sind sie des­halb nicht. Sie sind viel­mehr weni­ge IQ-Pun­k­­te intel­li­gen­ter durch flüssiges/fluides Den­ken, kön­nen also Gedan­ken ein­fa­cher abru­fen und anzap­fen. Genau­so ist es mit Krea­ti­vi­tät in der Grup­pe: Je flüs­si­ger die­se ist, des­to schlau­er die Grup­pe. Den­ken zu ver­flüs­si­gen ist aller­dings nicht ganz so leicht…

Besei­ti­gen Sie Dysfunktionen

Womit wir beim nächs­ten Punkt sind: Dys­funk­tio­nen (hier mehr) in der Team­ar­beit kön­nen Team­po­ten­zia­le kil­len und die Tea­m­in­tel­li­genz in den „dumm wie Toas­t­­brot-Bereich“ brin­gen. Fünf Har­­vard-Absol­­ven­­ten mit Ein­­zel-IQs über 130, die alle nur ihren „Stie­fel“ machen, kön­nen so bin­nen kur­zem in einen Bereich unter Son­der­schul­ni­veau kom­men. Die krea­ti­ve Leis­tung ist nicht mehr mess­bar, ja die Per­for­mance geht mit­un­ter in den Bereich kon­tra­pro­duk­ti­ven, also unter­neh­mens­schäd­li­chen Verhaltens.

Sor­gen Sie für Kol­la­bo­ra­ti­on statt Einzelleistung

Lan­ge Zeit haben wir das Bild des ein­sa­men Genies gemalt und uns in der Per­so­nal­ent­wick­lung und auch im Recrui­t­ing auf Ein­zel­för­de­rung kon­zen­triert. Wir suchen kei­ne Teams, son­dern Ein­zel­per­so­nen ent­lang der Recru­­ting-Ket­­te in Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen und Assess­ments, wo wir Ein­zel­leis­tun­gen begut­ach­ten, min­des­tens aber das Ver­hal­ten des Ein­zel­nen in der Grup­pe. Betei­ligt X sich an der Dis­kus­si­on? Bin­det er ande­re ein? Sol­che Fra­gen ste­hen im Vor­der­grund. Viel bes­ser wäre es doch zu beob­ach­ten, wel­che Men­schen sich gut Bäl­le zuwer­fen kön­nen und “sparks”– ganz unab­hän­gig davon wie sie allein performen.

Tea­m­in­tel­li­genz­ent­wick­lung statt Einzelförderung

Neu­lich hör­ten wir von einem Unter­neh­men, dass für sei­ne Füh­rungs­po­si­ti­ven nur Men­schen mit einem ESTJ im MBTI® — was für eine unklu­ge, kurz­sich­ti­ge und wis­sen­schaft­lich völ­lig unbe­leg­te Vor­ge­hens­wei­se! Unter­neh­mens­schä­di­gend gera­de­zu. Wir müss­ten anstatt uns auf die­se schäd­li­che Form der Kli­schee­bil­dung, auf Res­sour­cen kon­zen­trie­ren. Statt auf Ein­­zel-Aus­­­wahl  lie­ber dar­auf, gute Teams zusam­men­stel­len und die Grup­pe dazu befä­hi­gen, ihren gemein­sa­men g‑Faktor zu ent­wi­ckeln. Das geht im Übri­gen nur, wenn das gemein­sa­me Inter­es­se über dem des Ein­zel­nen steht. So wie bei Orvil­le und Wil­bur Wright, die das ers­te Motor­flug­zeug ent­wi­ckel­ten. Durch eine Rei­he von Sparks, die sie durch das gemein­sa­me Inter­es­se, Nach­den­ken und Aus­pro­bie­ren erzeugten.

Tea­m­in­tel­li­genz för­dern — das ist uns auch in unse­rer Aus­bil­dung Team­works­PLUS wich­tig. Inter­es­se? Dann besu­chen Sie uns auf einem Info­abend (z.B. 1.7.2015) oder im wöchent­li­chen Webinar.

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