Kulturwandel: Unternehmen und Teams mit Werten verändern

Nachbericht TeamworksPLUS® Gruppe 1 Modul 4 – von Jeannine Vasquez

Inzwischen laufen zwei unserer Ausbildungsgruppen parallel. Gestern hatte ich über das Startmodul von Gruppe 2 geschrieben. Heute freue ich mich, über das vierte Modul von Gruppe 1 zu berichten, an dem ich teilweise teilnehmen durfte. Das vierte Modul ist das vorletzte in unserer Teamentwicklungsausbildung. Die Teilnehmer nähern sich also mit Riesenschritten der Prüfung, die im fünften Teil stattfindet! Doch eins nach dem anderen…Schon in Modul 2 hatten Thorsten und Svenja das Thema Change Management angerissen – mit dem Fazit, dass Veränderung in unserer Zeit dauerhaft ist und nicht mehr wie im Lewin-Modell irgendwann „eingefroren“ wird. Thorsten und Svenja hatten der Gruppe weiterhin beigebracht, dass sich Menschen, Teams und Organisationen nachhaltig nur über Werte verändern lassen. Neues Verhalten braucht eben auch neues Denken! Dabei hatten sie ihr Drei-Schritte-Modell vorgestellt: Wert-Prinzip-Maßnahme, das auch die agilen Praktiker kennen. Ein Wert ist zum Beispiel „Mut“, ein Prinzip „wir finde Fehler gut!“, eine Handlung „einmal im Monat den mutigsten Fehler prämieren“

Werte erkennen mit Kulturwandel-Spiel

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Thorsten und Teilnehmer in Modul 4

In diesem Zusammenhang ordnet sich der Kulturwandel ein. Als Tool nutzten wir das Kulturwandel-Spiel von Svenja Hofert. Das habe ich schon vorher getestet. Die hochwertigen Karten und bunten Chips machen das Thema spielerisch fassbar und sehr lebendig. Es basiert auf dem Worklifestyle® (hier), das sich an bekannte Entwicklungsmodelle anlehnt. Danach lassen sich Werte bündeln und bestimmten Werthaltungen zuordnen, die wiederum Farben zugeordnet sind. Die Teilnehmer erfanden sogleich eine neue Variante. Die bunten Chips, die bei der Wertezuteilung gesammelt werden, können in hohe Vasen gefüllt werden. Dadurch wird noch einmal sichtbarer wie sich die Werte in einem Unternehmen oder einem Team verteilen. Wir pink, rot, grün oder blau sind wir? Das wird dadurch sichtbar.

Beispiel: Der orange Performance Style ist durch Leistungsorientierung, Zielerreichungsstreben und Optimierungsdenken gekennzeichnet. Unternehmen, die davon geprägt sind, bilden oft eine individualistische Wettbewerbskultur aus. Wenn sie ihre Werte in Richtung „grün“ entwickeln wollen, soll mehr Wir-Kultur dazukommen. Wie das praktisch geschehen kann, erläuterten die Ausbilder mit vielen Beispielen, theoretisch untermalt durch Edgar Scheins Kulturebenenmodell (hier).

Agile Ideen fassbar machen mit Ballpoint Game

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Ina Lange und Petra Wille beim Bälle sortieren

Praktisch, schnell und bunt wurde es am zweiten Tag, an dem die Petra Wille das Zepter übernahm und agile Maßnahmen in der Praxis vorführte. Das war ein Tempo! Ob Ballpointgame, Appreciative Inquiry oder Lego Serious Play®, die Teilnehmer erhielten zahlreiche Maßnahmen für die Teamgestalter-Alltag. Das Ballgame ist ein Tool mit dem auch schnell klar wird, dass es Zeit braucht, bis ein Team sich eingespielt hat – genau drei Iterationen, wie es auf „Agilisch“ heißt. Erst beim dritten Mal spielen die Teilnehmer auf einem hohen Level zusammen. Das ist übertragbar auf die Zusammenarbeit in Teams.

Wie wichtig detaillierte und genaue Kommunikation ist, zeigte das Skizzen-Teamspiel.  Einem Spielpartner wurden Figuren eingeblendet, die einem anderen dann beschrieben werden sollte. Was dabei rauskam, entsprach natürlich kaum dem ursprünglichen Bild…. Spannend. Das Spiel macht bewusst, wie wichtig eine genaue und auch kleinteilige Kommunikation ist.

Ingesamt hatten wir ein abwechslungsreiches, buntes Modul 4 mit viel Input. Dass da der einige auch mal sagt „es hätte auch ein bisschen weniger sein können“, nehmen wir als Kompliment – und als Aufforderung uns noch stärker geanu dafür zu positionieren: Es ist eine sehr praktische Ausbildung in Teamleitung und Teamentwicklung. Sie macht Spaß, aber ist kein Sonntagsspaziergang.

  • TeamworksPLUS Modul 3 hier
  • TeamworksPLUS Modul 2 hier
  • TeamworksPLUS Modul 1 hier
  • TeamworksPLUS Modul 1 Gruppe 2, hier

Sie möchten an unseren dritten Gruppe teilnehmen, die im November startet? Dann besuchen Sie doch ein Webinar oder rufen Sie mich an. Gern arrangiere ich für Sie ein Gespräch mit einem unserer Ausbilder.

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